LudwigInterviewLudwig Wagemann, # 13, Center, Twisters Spieler

Du bist seit Anfang der Saison im Kader der Twisters. Wie bist du nach Rendsburg ins Team gekommen und wo hast du vorher gespielt?

Zu den Twisters bin ich nicht über den direkten Weg, sondern eher durch Zufall gekommen. Anfang des letzten Sommers absolvierte ich meinen BQSH- und C-Trainerlehrgang in Rendsburg. Da ich in Segeberg wohne und auch dort meine ersten Basketball-Anfänge hatte, wollte ich mich als Trainer ausbilden lassen, um bei kommenden Segeberger Jahrgängen den Spaß am Basketball zu fördern. Eigentlich hatte ich zu diesem Zeitpunkt beschlossen, meine Basketballschuhe an den Haken zu hängen und stattdessen die Pfeife um den Hals zu tragen. Doch da habe ich die Rechnung ohne Antje gemacht. Da ich früher oft mit ehemaligen Mannschaften gegen den BBCR auf dem Feld stand, kannten Antje und ich uns. Nachdem wir uns über die Lehrgangstage unterhielten und sie von meinem Plan erfuhr, fragte sie mich, ob ich mir wirklich sicher sei oder ob ich nicht Lust hätte, bei den Tryouts für die Twisters mitzumachen. Nach den Tryouts habe ich Blut geleckt und mit Max Rockmann einen sehr guten Trainer gefunden.

Leider konnten wir dich noch nicht so oft in Aktion sehen. War das so geplant? Wie gehst du damit um?

Das ist richtig. Wie bereits gesagt, hatte ich eigentlich den Plan, nicht mehr zu spielen. In den letzten zwei Jahren habe ich eher sporadisch in Lübeck bei den Lynx in der Oberliga gespielt. Ich war zwar gelegentlich beim Training, aber dadurch nicht so häufig auf dem Spielfeld. Die Routine für Spielverständnis und Abläufe ist mir dadurch etwas abhandengekommen. Nach den Tryouts habe ich mit Max und Antje gesprochen. Der Plan war und ist, dass ich diese Saison fester Bestandteil des Trainingskaders bei den Twisters bin und mir Spielzeit und Routine für die nächste Saison erarbeiten darf. Ich bin sehr glücklich, dass mir die Chance und das Vertrauen gegeben wird, mir nächste Saison Minuten auf dem Feld zu verdienen. Da ich seit Anfang der Saison wusste, dass meine Spielzeit unter der Saison eher gering ist, gehe ich damit sehr gelassen um. Das war der Deal. Nichtsdestotrotz versuche ich im Training als auch am Spielfeldrand alles fürs Team zu geben. Wenn ich nicht auf dem Feld meinem Team helfen kann, dann wenigstens am Feldrand - und das mit allem, was ich habe.

Du bist immer einer der lautesten und engagiertesten Spieler auf der Twistersbank. Bist du im Privaten auch ein Energizer oder eher ruhig?

Im Privaten bin ich eigentlich auch eher energiegeladen. Ich mag es, positive Energie zu verbreiten und meine Mitmenschen zu motivieren. Auf dem Spielfeld und der Bank versuche ich, diese Einstellung auf die Mannschaft zu übertragen. Es macht einfach Spaß, mit vollem Einsatz und positiver Stimmung dabei zu sein.

Wie sieht es neben dem Basketball aus? Was machst du beruflich und in deiner Freizeit?

Beruflich mache ich gerade eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker. Von montags bis freitags trifft man mich daher eher in der Werkstatt an. Am Wochenende verbringe ich Zeit mit meiner Freundin, die in Flensburg studiert und daher nur am Wochenende in Segeberg ist. Die flucht momentan aber ein bisschen, weil ich mir gerade ein Projekt-Auto zugelegt habe und daher viel in der Halle bin, um das Auto endlich mal fertig zu schrauben. Mittlerweile kommt sie einfach mit.

Woher kommst du eigentlich? Du bist nicht aus Rendsburg und kommst auch nicht mit dem Twisters Bus aus Kiel zum Training oder den Spielen.

Ich bin gebürtiger Bad Segeberger. Ich arbeite in Segeberg und trainiere im Jugendbereich beim MTV Segeberg. Von den Spielern habe ich die längste Anfahrt zum Training, aber mit genug Guns and Roses, Beastie Boys, Led Zeppelin, usw. geht die Fahrt eigentlich ganz gut rum.

Jetzt mal zum Basketball zurück. Wo siehst du dich in der kommenden Saison im Team?

In der kommenden Saison sehe ich mich weiterhin dabei, meine Teammates besser zu machen und dadurch auch selber besser zu werden. Ich sehe, dass Max und Felix mich auf dem Schirm haben und ich mit jeder Woche mehr Selbstvertrauen im Training bekomme. Ich sehe mich daher nächste Saison das Team auf den Positionen 4 und 5 zu unterstützen.

Trotz des schwierigen Saisonverlaufs gibt das Team immer alles auf dem Parkett und im Training. Wo siehst du persönlich die Stärken der Mannschaft?

Wir sind ein junges Team mit sehr viel Talent, aber eben auch mehr Potenzial. Im letzten Spiel haben wir gezeigt, dass wir uns nicht unterkriegen lassen und kämpfen. Besonders in der 2. Hälfte haben wir gezeigt, wie wir durch gute Kommunikation in der Defense das Spiel aus den gegnerischen Händen in unsere legen können. Genau darin sehe ich unsere Stärke und unser größtes Potenzial. Teamfähigkeit und Kommunikation.

Was macht der Mensch Ludwig Wagemann privat, wenn er mal keinen Ball in der Hand hat?

In meiner Freizeit versuche ich die gleichen Prinzipien und Werte zu vertreten, wie auf dem Court. Aus dem Teamsport habe ich gelernt, dass Gemeinschaft und Projekte am besten funktionieren, wenn alle mit anpacken und sich gegenseitig unterstützen. So versuche ich ebenso bei meiner Ausbildung als KFZ-Mechatroniker drauf zu sein. Energie in schlechte Laune oder Ärger zu stecken finde ich viel zu stressig. Klar gehört es dazu, sich auch mal zu ärgern nach einer Fehlentscheidung oder Misserfolg, aber gute Laune finde ich geil und ich habe festgestellt, dass mit positiver Einstellung und guter Laune geile Ergebnisse hervorgehen. Um mich mit hängenden Mundwinkeln anzutreffen, muss schon echt doll etwas passiert sein.

Ludwig, vielen Dank für deine Zeit und die Einblicke, die du uns gewährt hast. Viel Erfolg beim kommenden Spiel und alle Gute für deine weitere Zeit bei unseren Twisters.

Basketball-Club Rendsburg e. V. | Rendsburg Twisters
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