Knapp 400 begeisterte Zuschauer erlebten ein hochspannendes Spiel mit Zugabe. Am Ende fehlte nur der i-Punkt unter einem (fast) perfekten Basketball-Abend. In einer hochdramatischen Schlussphase leisten sich die Rendsburger einen Fehler zu viel und verlieren so denkbar unglücklich mit 70:71 n.V. (20:11, 33:32, 47:39, 64:64).

Kaum ein Programm in Deutschland verfügt über so viele Jugendnationalspieler wie Rasta Vechta. Der Verein aus dem Westen Niedersachsens kommt am Samstag (19:15 Uhr, Spielbeginn) mit zahlreichen vielversprechenden Talenten in die Herderschule. Ergänzt wird das überwiegend sehr junge Team von dem Amerikaner Dani Elgadi.

Die Rendsburger hoffen in diesem Spiel endlich wieder in Bestbesetzung antreten zu können. Nach dem Dämpfer am vergangenen Wochenende in Stahnsdorf (54:72 Niederlage) wollen sie vor eigenem Publikum wieder zurück in die Erfolgsspur. „Das letzte Spiel war nicht unbedingt gut für unser Selbstbewusstsein. Umso wichtiger wird es, dass wir wieder vor den eigenen Zuschauern antreten. Die Unterstützung wird uns Kraft geben“.

Gleichzeitig verbessert sich langsam wieder die Trainingssituation. „Wir sind immer noch nicht wieder vollzählig in den Trainings, aber die Ausfälle werden langsam weniger und wir können uns wieder besser vorbereiten“, ist Homfeldt überzeugt von einer Steigerung.

Weiterhin offen ist derzeit der Einsatz von Julian Pesava, der zurzeit an einer Entzündung im Bein laboriert.

Schon in den ersten Minuten zeigte sich, dass in Stahnsdorf heute nichts zu holen war. Bereits nach vier Minuten führte der Absteiger aus der 2. Bundesliga Pro B deutlich mit 9:0. Die Rendsburger wirkten in den entscheidenden Momenten einen Schritt zu langsam und nicht aggressiv genug. Da zusätzlich auch noch beste Wurfchancen ungenutzt blieben, konnte Stahnsdorf mit 72:54 (30:8, 45:30, 62:36) deutlich gewinnen.

In einer hochklassigen und extrem rasanten Partie entwickelte sich ein vollkommen offener Schlagabtausch. Die Neustadt Shooters konnten erstmals in Bestbesetzung antreten und deuteten so schon früh an, dass sie deutlich stärker sind, als es der bisherige Tabellenstand vermuten ließ. In der zweiten Hälfte setzte die extrem starke Rotation auf den Guard-Spots (Kakad, Roberts, Salami und Doekhi) die Rendsburger immer stärker unter Druck, die sich in der Endphase immer mehr kleine Fehler erlaubten und zudem auch einige Freiwürfe liegen ließen. So konnte der amtierende Vizemeister einen knappen aber verdienten 75:83 (28:28, 45:46, 63:67) Erfolg in Rendsburg feiern.

Am Samstag (19:15 Uhr, Herderschule) wollen die Twisters an die Leistung von letzter Woche anknüpfen und mit einem Siege gegen Neustadt nachlegen. Überraschend klar konnte letztes Wochenende Bergedorf bezwungen (80:54) werden, so dass die Euphorie im Kreise der Twisters in der letzten Woche natürlich groß war.

Ganz anders sieht die Situation beim letztjährigen Vizemeister aus. Eigentlich hatte man dort in der Sommerpause die Hausaufgaben gemacht und wieder eine schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt. Allerdings verlief der Saisonstart alles andere als erwartet. Nach drei Spielen stehen auch drei Niederlagen auf dem Konto. Der Manager drohte öffentlich mit dem Rauswurf einiger Spieler.

Einer der davon nicht betroffen sein sollte ist der ehemalige Rendsburger Mubarak Salami. Dieser war zunächst verletzt, so dass ihn keine Schuld an den ersten Niederlagen traf. Da er jetzt wieder fit ist, könnte er dem Team neue Impulse geben. Die beiden stärksten Spieler waren der erfahrene Brite Rishi Kakad, der schon Topscorer dieser Liga geworden ist und Neuzugang Brandon Roberts (USA).

Bei den Rendsburgern lief zuletzt jedoch alles nach Plan. Auch Ausfälle konnten von den neuen jungen Spielern hervorragend kompensiert werden. Insgesamt wirkt das Team zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison schon erstaunlich eingespielt und homogen. Patrick Sopha ist nach kurzer Pause am Wochenende wieder dabei, so dass vermutlich lediglich Sven Gottschalk ausfallen wird, der immer noch privat verhindert ist.

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