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Auch in Bestbesetzung wäre ein Sieg in Göttingen extrem schwierig geworden. Zu stark präsentieren sich die Niedersachsen in dieser Spielzeit. Trotzdem blieben die Rendsburg lange dran und konnten in der 25. Spielminute sogar mit 42:41 in Führung gehen. Dann mussten die Rendsburger abreißen lassen, lagen zehn Minuten später bereits mit 20 Punkten zurück, um in den Schlussminuten dann noch mal ein Comeback zu starten und so nur knapp mit 72:80 (16:19, 30:34, 44:58) beim Meisterschaftsanwärter zu unterliegen.

Der Film „Der letzte Mohikaner“ erschien 1920. Seither wird dieser Titel gerne benutzt um außergewöhnliche Situationen zu beschreiben in denen nur noch einer übrig bleibt. Ganz so schlimm ist die Lage bei den Twisters nicht. Immerhin hatte Coach Homfeldt noch mehr als einen Spieler zur Verfügung. Aus der Starting Five blieb allerdings nur noch Garrett Jefferson übrig. Die anderen waren krank (Sopha und Rixen) oder verletzt (Perry und Sakinis). Da mit Mau, Merz, Wulfes und Alsen noch weitere Spieler fehlte, reisten die Rendsburger nur mit acht Spielern zum Tabellendritten und wollten dort die Chance nutzen, die sie eigentlich gar nicht mehr hatten.

Erstaunlich gut fanden die Rendsburger in das Spiel. Die Würfe von außen fielen und in der Verteidigung wurde wenig zugelassen. „Lediglich beim Rebound waren wir nicht aggressiv genug“, fand Homfeldt wenig Kritikpunkte an der ersten Halbzeit.

Noch besser gelang sogar der Start in die zweite. Nach der Führung der Rendsburger stellten die Gastgeber jedoch auf eine Zonenverteidigung um. Damit hatte das junge und noch uneingespielte Team der Rendsburger jedoch zunächst große Probleme. Mit einem 30:9 Lauf konnte Göttingen für die Vorentscheidung sorgen.


„Ich bin stolz, dass wir trotz des deutlichen Rückstandes in dieser Phase noch mal zurückgekommen sind“, freute sich Homfeldt. Sein Team hatte endlich einen Weg gegen die Zonenverteidigung gefunden und sicherte sich über eine aggressive Verteidigung zudem zahlreiche Ballgewinne, so dass man noch mal einen Schlussport starten konnte und eineinhalb Minuten vor dem Ende gar auf 68:76 verkürzen konnte. Einen großen Anteil daran hatte Youngster Hansen, der im Schlussviertel extrem stark von außen traf. Am Ende war es jedoch ein bisschen zu wenig und ein bisschen zu spät, denn die Göttinger behielten an der Freiwurflinie die Nerven und konnten so den Sieg sichern.

Neben der starken Leistung ist wohl auch positiv zu bewerten, dass sich erstens kein weiterer Spieler verletzt hat und das Jzweitens akob Menges nach zehnmonatiger Verletzungspause einen gelungen Einstand feiern konnte. Denn jetzt stehen die Wochen der Wahrheit für die Twisters an. An den nächsten beiden Wochenenden kommen mit Bramsche (Samstag, 19:15 Uhr) und Vechta (7.3.) zwei Teams in die Herderschule, die nur knapp vor den Twisters platziert sind. In diesen Spielen wollen die Twisters trotz Verletzungssorgen punkten. Mit Patrick Sopha sollte bis dahin immerhin ein Starting Five Spieler zurückkommen.

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