Noch ist es nicht 100% sicher, aber mit dem 72:79 (10:17, 31:35, 46:52) Sieg in Aschersleben machen die Twisters einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt. Dieser ist dem Team von Coach Homfeldt jetzt kaum noch zu nehmen. Dadurch, dass der ETV Hamburg am Sonntag noch gegen Stade gewann, ist dieser noch nicht perfekt, aber durch die Niederlage der Niedersachsen könnten die Twisters jetzt vielleicht sogar noch Platz vier angreifen.

Zunächst gab es jedoch erstmal zwei Hiobsbotschaften zu verdauen. Mit Hillner und Sopha fielen zwei Guards aus gesundheitlichen Gründen für das so wichtige Spiel in Aschersleben aus. Außerdem startete das Homfeldt-Team etwas unkonzentriert in die Partie (8:4 nach vier Minuten). Dann versenkte Sven Gottschalk einen Dreier mit Brett und durchbrach so den Knoten der Twisters, die fortan extrem gut verteidigten. „Wir haben uns sehr gut auf die Spielzüge der Ascherslebener vorbereitet und konnten ihnen diese lange sehr gut wegnehmen“, so Coach Homfeldt. Bis zur Viertelpause konnte sich sein Team auf 10:17 absetzen.

Dann kamen auch die Gastgeber besser in die Partie. „Es entwickelte sich eine wahre Defensivschlacht. Die Schiedsrichter ließen auf beiden Seiten viel Körperkontakt zu und beide Teams kannten die Spielzüge des Gegners in- und auswendig“, so Homfeldt weiter. Mit einer knappen Führung (31:35) gingen die Rendsburger in die Halbzeitpause.

In dieser hatte sich Henning Rixen wohl besonders viel vorgenommen. Angeführt vom jungen Power Forward, der acht der ersten zehn Twisters Punkte im zweiten Durchgang erzielte, erarbeiteten sich die Norddeutschen erstmals eine deutlichere Führung (33:45, 23. Spielminute).

Diese hatte bestand bis Point Guard Jakob Menges in der 28. Spielminute aufgrund seines vierten persönlichen Fouls vorsorglich auf die Bank beordert wurde. Der amerikanische Aufbauspieler Kendal Williams nutzte den Ausfall des defensivstarken Guards zu zahlreichen Korberfolgen. So brachte er sein Team fast im Alleingang wieder zurück in das Spiel und konnte sechs Minuten vor dem Ende sogar wieder ausgleichen (62:62).

Dann war es ausgerechnet Jungspund Gbenga Hansen, der mit einem getroffenen Dreier den Schlussspurt der Gäste einläutete. Mit einem 12:0 konnten sich die Twisters so drei Minuten vor dem Ende vorentscheidend absetzen.

Unnötig spannend wurde es noch mal 1,5 Minuten vor dem Ende durch eine eher unschöne Szene. Sven Gottschalk wurde drei Angriffe in Folge von seinem Gegenspieler „unsportlich“ gefoult. Leider übersahen die Schiedsrichter diese Aktionen und pfiffen ihm stattdessen ein Technisches Foul für Flopping („schauspielern“). Aufgrund seines Ärgers darüber klatschte Gottschalk mit beiden Händen auf den Boden und bekam dafür ein Disqualifizierendes Foul wegen Meckerns. „Auch nach Ansicht des Videomaterials muss man sagen, dass die Schiedsrichter da leider den Falschen erwischt haben. Trotzdem muss er da ruhig bleiben. Auch wenn seine Reaktion nach einem Schlag in den Magen nachvollziehbar ist, darf er sich trotzdem nicht so beschweren. Unter dem Korb und abseits des Balles ist es eben sehr schwer für die Schiedsrichter jede Aktion richtig zu bewerten“, so Homfeldt. Damit ist Gottschalk mindestens für ein weiteres Spiel gesperrt.

Aschersleben versenkte die drei dafür fälligen Freiwürfe und machten so das Spiel kurzzeitig wieder spannend. Im Gegenzug behielten die verbliebenen Rendsburger aber die Nerven und verteidigten zwei Mal erfolgreich. Der in der Schlussphase erneut treffsichere Cumpstone versenkte außerdem einen Sprungwurf und machte so den Deckel auf den 13. Saisonsieg. Da der Klassenerhalt so (fast) perfekt ist, began nach Spielende eine große Feier, die die gesamte Rückfahrt anhalten sollte.

Den 14. Sieg wollen die Twisters dann schon an diesem Wochenende holen. Am Samstag (19:15 Uhr Spielbeginn) reist Hannover in den hohen Norden. Mit einem weiteren Sieg könnten die Twsters dann auch rechnerisch den Klassenerhalt perfekt machen und dies mit einer dann noch viel größeren Sause feiern. Gleichzeitig würde man den Tabellenvierten weiter unter Druck setzen und an der Spitzengruppe dran bleiben.

 

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