Im Verfolgerduell gelang den Twisters fast alles. Dank hoher Trefferquote und äußerst engagierter Verteidigung holten die fünftplatzierten Rendsburger einen deutlichen 110:80 (30:19, 60:38, 88:60) Sieg gegen den Tabellensechsten Königs-Wusterhausen.

Trotz großer Stille in der Halle starteten die Twisters furios in die Partie. Gleich mit dem ersten Angriff zeigte Pesava, dass er sich heute besonders viel vorgenommen hatte und verwandelte den ersten seiner insgesamt fünf Dreier. Da auch Willer bei seinen ersten beiden Würfe erfolgreich war, konnte die magische zehn-Punkte Marke der Silent Night schnell erreicht werden. Unter tosendem Applaus feierten die 470 Zuschauer die 10:3 Führung und peitschten die Twisters fortan zu einem souveränen 30:19 nach dem ersten Viertel.

Auch im zweiten Viertel blieben die Twisters Herr im Haus. „Wir haben uns sehr gut auf Königs-Wusterhausen vorbereitet und konnten ihnen so einige ihrer Spielzüge wegnehmen“, war Homfeldt sichtlich stolz über die defensive Leistung seines Teams. „Sven Gottschalk hat uns von der Bank unheimlich viel Energie gegeben und in der Verteidigung einige Big Plays gemacht“, freute sich Homfeldt weiter. Da auch im Angriff die Würfe fielen, konnte sich das Team mit einer komfortablen 60:38 Führung in die Halbzeit verabschieden.

Auch da fand Coach Homfeldt offenbar die richtigen Worte, denn das Team wollte sich auch im dritten Viertel nicht auf dem Vorsprung ausruhen. „Wir haben vor allem als Team sehr gut verteidigt“, so Homfeldt. Immer wieder überraschte sein Team die Gäste aus Berlin mit einer Doppeldeckung und stellte den Gästen so eine Falle. Die Ballgewinne führten dann zu Schnellangriffen und einfachen Punkten auf der Gegenseite.

Am Ende des dritten Viertels haderten die Brandenburger dann vor allem mit den Schiedsrichtern und kassierten mehrere technische Fouls, so dass so wohl Coach als auch ein Spieler vorzeitig das Spiel verlassen mussten. „Danach haben wir uns einen kurzen Aussetzer erlaubt und in der langen Pause die Konzentration verloren“, kritisierte Homfeldt. Nach einer Auszeit hatte sich sein Team jedoch schnell wieder gefangen.

Es sollte die einzige Schwächephase bleiben, die sich die Rendsburger an diesem Tag erlaubten. Denn auch im letzten Viertel zeigten, die jetzt eingewechselten Nachwuchsspieler, was in ihnen steckt und beendeten das Spiel konzentriert. Zwei Minuten vor dem Ende war es dann dem heute vielleicht besten Rendsburger Julian Pesava vergönnt, unter großem Jubel der Zuschauer die 100-Punkte Marke zu knacken.

Trotzdem beschränkte Coach Homfeldt sich beim Siegesjubel auf die Freude über den Sieg. Den Klassenerhalt wollte er trotz des 12. Sieges und dem fünften Tabellenplatz noch nicht feiern. „Diese Liga ist und bleibt einfach verrückt. Wieder haben Teams aus der unteren Tabellenhälfte gegen Spitzenteams gewonnen. Mit drei Siegen weniger wären wir auf einem Abstiegsplatz und mit drei Siegen mehr müsste ich jetzt vermutlich Fragen über unsere Aufstiegschancen beantworten. So eng beieinander sind die Teams in diesem Jahr“. Am kommenden Wochenende in Aschersleben oder eine Woche später (16.03.) zu Hause gegen Hannover hat man jetzt allerdings ein „Matchball“-Spiel. Ein weiterer Sieg würde vermutlich wirklich den Klassenerhalt bedeuten.

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