Auch in der diesjährigen Pokalrunde des Deutschen Basketball-Bundes war für die Suns im Achtelfinale Endstation. Gegen Giro Live Panthers Osnabrück, die die Tabelle der 2. Damen-Bundesliga Nord nach neun Spielen ungeschlagen anführen, gab es vor 50 Zuschauern in der Herderhalle am Freitagabend eine deutliche 39:113-Niederlage (12:36/25:58/30:82). Für die Panthers hingegen war es nach Siegen bei den klassengleichen Gegnern wie Lions SV Halle (70:53) und ALBA Berlin (76:62) bereits der dritte Auswärtssieg. Erwartungsgemäß konnten die Suns die Panthers nicht fordern.

Einzige Herausforderung für Osnabrück war die mehrstündige doch beschwerliche Anreise mit einigen Staus in Bremen und Hamburg. Doch das war dem Spiel der Gäste nicht anzumerken. „Dafür entschädigt natürlich der Sieg. Wir werden eine angenehme Rückreise haben“, meinte Panthers-Trainer Mario Zurkowski, der im Viertelfinale auf einen Erst-Bundesligisten hofft und stieg mit seinem gut gestimmten Team in den Bus zur Rückreise nach Osnabrück.
„Über 30 Punkte war unser Ziel. Das haben wir geschafft. Doch bei der Klasse des Gegners war da nicht mehr drin. Für die Mannschaft war das ein tolles Erlebnis“, meinte die BBC-Vorsitzende Antje Mevius.

Das war es besonders für Marlene Boll. Sie sorgte für die 2:0 Führung der Suns (1. Min.). Eine Führung, die von den nur 50 Zuschauern, das Spiel hatte mehr Zuschauer verdient, frenetisch bejubelt wurde. Das war dann wohl auch der schönste Moment für die Suns. Mit einer Ganzfeldpresse übten die Panthers einen enormen Druck auf die Suns-Angreiferinnen aus. Zudem agierten die mit fünf Profis spielenden Gäste sehr schnell und äußerst athletisch. Spielerisch und auch in der Physis lagen die Vorteile überaus deutlich bei den Panthers. Nach sieben Minuten führte Osnabrück mit 20:7. „Das war noch recht beachtlich“, sah die BBC-Vorsitzende ihr Team noch gut im Spiel. Doch mit zunehmender Spieldauer zog die US-Amerikanerin Brianna Rollerson immer mehr die Fäden im Spiel und brachte ihre Mitspielerinnen mit genauen und überraschenden Pässen immer wieder in gute Wurfpositionen. Fast spielerisch setzten ihre Mitspielerinnen das erfolgreich in Punkte um. „Das war einfach schwer zu verteidigen“, war auch Mevius von der Leistung des Gegners beeindruckt. Die deutliche 58:25 Pausen-Führung entsprach den beiderseitig gezeigten Leistungen. Dabei lieferten die Suns im zweiten Viertel, dass nur mit 13:22 verloren wurde, ihre beste Spielphase ab. Auch im dritten Viertel demonstrierten die Panthers, sieben Spielerinnen trafen zweistellig, ihre Stärke. So unterstrich Milica Milosev (20 Punkte) auch in Rendsburg ihre Treffersicherheit bei Dreiern – diesmal allein vier. Auch im dritten Viertel ließ der Druck auf die Suns nicht an Intensität nach. „Das sind unsere Spielerinnen aus den Ligaspielen überhaupt nicht gewohnt. Daraus werden sie sicher gelernt haben und im weiteren Saisonverlauf davon noch profitieren“, setzt Mevius auf einen Lernprozeß aus diesem Spiel.

„Das war für uns heute die Erfüllung einer Pflichtaufgabe. Rendsburg war ein fairer Gegner und guter Gastgeber. Die Suns haben dafür gesorgt, dass es ein munteres Spiel wurde. Wir haben viel rotiert, da wir am Sonntag noch ein Spiel beim Tabellensechsten TG Neuss Tigers haben“, zog Osnabrücks Trainer Zurkowski eine positive Bilanz aus der Reise in den hohen Norden.

Suns Rendsburg: Smith-Sievers (2), Grusla (8), Albers, Boll (11/1x3), Mevius, Dietze (2), Clausen, Woischwill, Krause (4), Storm (2), Schleth (10/2 x 3), Kretschmar

R. Müller - Landeszeitung

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