Hätte jemand der gebürtigen Rendsburgerin Elisa Mevius vor diesem Sommer erzählt, was dieser an sportlichen Erfolgen und Highlights bringen würde, so hätte sie es selbst wohl kaum glauben können. Für Elisa wurden gleich mehrere basketballerische Träume wahr und die sportlichen Erfolge folgten Schlag auf Schlag. Aber der Reihe nach…

Nachdem Elisa aus persönlichen Gründen nicht für die U18-Nationalmannschaft in diesem Sommer aufgelaufen ist, klopften sehr schnell die 3x3 Bundestrainer an ihre Tür und nominierten sie für die U17 Nationalmannschaft, die an den deutschen Meisterschaften der 3x3 Damen teilnehmen sollte. Parallel spielte Elisa noch mit ihrem hessischen Vereinsteam bei der U18-DM in Düsseldorf. Mit diesem Team konnte das Finale erreicht werden, was dann aber knapp verloren ging. Dennoch wurde Elisa von der Turnierleitung zur MVP (wertvollste Spielerin) der Altersklasse U18 ausgezeichnet. Was für eine Ehre…

Am folgenden Tag spielte sich die U17-Nationalmannschaft bis in das 3x3 Finale der Frauen und ließ dabei, unbeeindruckt von Rang und Namen, ein ums andere Team hinter sich. Selbst Mannschaften mit Spielerinnen aus der 1. Bundesliga und A-Nationalmannschaft scheiterten an den jungen DBB Korbjägerinnen. Das Finale hätte dann nicht spannender sein können und kurz vor dem Ende lag Elisas Team mit zwei Körben zurück. Und dann nahm das BBCR Eigengewächs das Heft in die Hand und verwandelte souverän zwei Körbe zum Ausgleich und zur Verlängerung und im Anschluss zwei weitere Körbe zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft bei den Damen. Das glich einer Sensation, denn noch nie hatte ein Jugendteam sich auf dieser Ebene gegen die Erwachsenen durchsetzen können!

Im August hieß es dann nach einigen Vorbereitungsturnieren und Trainingslagern Abflug nach Ungarn, denn dort sollte die U18-Weltmeisterschaft im 3x3 in Debrecen starten. Selbstgesetztes Ziel des deutschen Teams war es zunächst, die Vorrunde zu überstehen und ins Viertelfinale einzuziehen. Und wieder überraschte die junge Mannschaft die Coaches und Zuschauer und kam bis ins Spiel um Platz 3, nachdem sie das Halbfinale gegen die USA mit nur einem Zähler Differenz knapp verloren hatte. Leider gelang an diesem Tag nicht der Traum vom Gewinn einer Medaille und man musste sich mit dem undankbaren 4. Platz gegen die Gastgeberinnen aus Ungarn zufriedengeben. Erst rückblickend wurde den DBB-Spielerinnen klar, dass sie weit erfolgreicher gewesen waren, als sie es sich vorher erträumt hatten, denn der Platz 4 bei einer Weltmeisterschaft war eine unglaubliche Leistung ;-)

Während Elisas Mitspielerinnen die Ferien genossen, trainierte sie im Anschluss fleißig weiter und ebenso, als die Schule wieder startete. Sie verpasste zwar den Einstieg ins neue Schuljahr und wurde vom Unterricht für weitere Trainingslager des Natio-Teams freigestellt, aber dafür stand das letzte Highlight für diesen Sommer an: die 3x3 U17 Europameisterschaft in Lissabon. Nun schon deutlich favorisierter gingen die deutschen Spielerinnen um Coach Samir Suliman an den Start und wurden zunächst ungeschlagener Gruppenerster, bevor sie sich im Anschluss im K.O.-Modus bis ins Finale spielten. Während sie die Gegnerinnen aus Spanien noch in der Vorrunde knapp schlagen konnten, hatten sie im anschließenden Finale der EM knapp das Nachsehen. Aber der Gewinn der Silbermedaille tröstete schnell über diese Niederlage hinweg und die Freude überwog. „Es waren wirklich unvergessliche Erlebnisse in diesem Sommer, an die ich sicher noch sehr oft positiv zurückdenken werde. Ich bin einfach dankbar dafür, Teil des DBB-Teams gewesen zu sein und diese Erfahrungen gemacht zu haben“, blickt die 17jährige Mevius auf diese Erfolge zurück.

Elisa wurde das Basketballspielen praktisch schon in die Wiege gelegt, denn ihre Eltern sind beide aktive Basketballer, Trainer und Schiedsrichter im BBC Rendsburg. Mit zwei Jahren trat Elisa dem BBCR bei und durchlief von den Baskids bis zu den Damen alle Jungendmannschaften. Was sie dabei von anderen Mädchen unterschied, war besonders, dass sie parallel auch immer mit Jungs trainierte und spielte. So lernte sie früh, körperliche Nachteile durch Geschicklichkeit, Kreativität und Spielwitz auszugleichen, was ihr später sehr helfen sollte. Mit gerade mal 15 Jahren entschied sie sich 2019 dazu, an das Bundesleistungszentrum und Basketballinternat nach Grünberg in Hessen zu wechseln, wo sie seitdem in der U18 Bundesliga (WNBL) und 2. Bundesliga Damen für die Bender Baskets Grünberg aufläuft. Im Jahr 2020 wurde sie von der WNBL als „Rookie of the Year“ ausgezeichnet.

Wir gratulieren Elisa von Herzen zu diesen Erfolgen und sind als Verein sehr stolz, sie auf ihrem Weg dorthin entscheidend gefördert und geprägt zu haben. Wir freuen uns, dass sie auch heute noch bei jedem Aufenthalt in Rendsburg in verschiedenen Trainings dabei ist. So war sie vor diesem Sommer beispielsweise auch Teilnehmerin des Twister-Trainings und anderer BBCR Team-Trainings, so dass die Vorbereitungen auf ihre anschließenden Erfolge erneut ein bisschen durch BBCR Trainer geprägt werden konnten.

Basketball-Club Rendsburg e. V. | Rendsburg Twisters
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