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Klassenerhalt, so hieß das Ziel für die Baltic Sea Lions. Jedes Jahr kooperieren der BBC Rendsburg und TSV Kronshagen um der Jugend aus Mittelholstein eine Chance zu geben auf höchstem Niveau in Deutschland Basketball zu spielen.

Der Ablauf einer JBBL-Saison startet mit den Vorrunden: 56 qualifizierte Mannschaften werden in acht Gruppen von je sieben Teams nach Region eingeordnet. Die ersten drei Mannschaften pro Gruppe erreichen die Hauptrunde, wohingegen die unteren vier in die Relegationsrunde müssen und um dort den Klassenerhalt zu kämpfen. Dies war in den letzten Jahren für die Rendsburger Teams / Baltic Sea Lions fast immer der Fall. Nur ein mal konnte die Hauptrunde erreicht werden und nur zweimal gelang der Klassenerhalt nicht.

Vor Beginn der Saison 2019/2020 schien das Ziel des Klassenerhalts jedoch schwieriger als je zuvor. Mit einer neuen Trainercrew am Steuer war das Schicksal der diesjährigen Mannschaft sehr ungewiss. Henning Ruge vom TS Einfeld übernahm als Head Coach, unterstützt von BBCR Coach Kai Scharff und Ove Kröger als Teammanager. An Talent mangelte es auf jeden Fall nicht; wichtige Rollenspieler vom vorherigen Jahr waren bereit Leistungsträger zu werden und traten scheinlos in diese Rolle. Dazu gehörten Toni Kiwitt und Morten Philipp als Aufbau- und Flügelspieler, und Chidera Azodiro und Anton Kröger auf den Forward-Positionen. Zur großen Überraschung übernahmen die Center Laurenz Wulf und Finn Dumke, die erst im April 2019 mit Basketball anfingen, schnell eine wichtige Rolle.

Beim Saisonauftakt gegen die Rostock Seawolves bislang noch. Trotz 18 Punkten von Morten Philipp, vier Dreiern von Philipp Ott und einem Double-Double (11p/13r) von Chidera Azodiro verloren die Lions ihr erstes Spiel in Kronshagen 65:72. Dennoch war man positiv gestimmt, denn man war sich sicher, dass man mit einer druckvolleren Verteidigung und mehr Schnellangriffen schnell Erfolge feiern würde. Am nächsten Wochenende zeigte sich bereits eine deutliche Entwicklung.

Auswärts gegen die Hamburg Sharks erzielten sechs Spieler über zehn Punkte in einem 88:71 Sieg. Für die nächsten fünf Spiele sah die Produktion der Mannschaft statistisch sehr ähnlich aus. Mattis Paulsen und Finn Lohse zeigten, dass sie sowohl in der Verteidigung zur Intensität beitragen, als auch beim Scoring zweistellige Zahlen erzielen können. Die Lions gewannen gegen die Eisbären Bremerhaven, Rist Wedel, Hamburg Towers und Bramfeld. Mit fünf Siegen in Folge erzielten die Lions zum ersten Mal in ihrer JBBL-Geschichte den 1. Tabellenplatz in der Vorrunde und sicherten somit schon nach sechs Spielen den Klassenerhalt.

Sich für die Hauptrunde zu qualifizieren war zwar ein riesiger Erfolg, hieß jedoch, dass die kommenden Gegner viel stärker sein werden. Jetzt standen Mannschaften wie Young Rasta Dragons und Phoenix Hagen auf dem Spielplan. Die Gegner würden jedoch nicht das einzig andere an der Hauptrunde sein: vier neue Spieler, drei vom Kieler TB (Finn Wings, Hannes Schneider, Leen Albers) und ein Spieler aus Itzehoe (Luis Messerschmidt) traten den Baltic Sea Lions bei und trugen so zur Tiefe des Kaders bei.

Leider konnte die Mannschaft in dieser Runde nie die Form wieder finden, die sie in der Vorrunde hatte. Einen 88:78 Auswärtssieg gegen Rostock, und zwei knappe Niederlagen gegen die Metropol Youngstars waren die Ausnahmen. Nach zehn Spielen landeten die Lions auf dem letzten Tabellenplatz der Hauptrunde 1 und standen somit in einem Playoff-Matchup gegen die Rockets aus Gotha, welche in der Hauptrunde 2 den 3. Platz belegten. Auch dieses Spiel fiel leider deutlich für die Gegner aus (F: 99:53) und nur fünf Tage später kam der Spielbetrieb in der JBBL aufgrund des Coronavirus zu einem plötzlichen Stillstand.

Obwohl die Saison stark begann, sind sowohl die Trainer als auch die Spieler mit der Leistung im letzten Drittel der Saison nicht zufrieden. Jedoch konnte aus der Teilnahme in der Hauptrunde in den Spielen gegen die besten Mannschaften Deutschlands viel gelernt werden. Zum einen wurde sehr klar, dass der Druck ein großes Problem für die Spieler aus Mittelholstein war. In den zehn Spielen der Hauptrunde und dem einen Playoff-Spiel verursachten die Lions im Schnitt 34 Ballverluste. In diesen Spielen wurde grundsätzlich viel enger verteidigt als dies in Schleswig - Holstein gemacht wird und sehr viel physischer als es gestattet wird.

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