„Katastrophen-Start“ läutet Niederlage ein

Ein Spielzug vom Sieg entfernt

Endlich wieder Herderschule

Platz 4 fürs deutsche 3x3-Team

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Twisters kassieren 83:84 gegen TSV Neustadt drei Sekunden vor Ultimo
von Torge Meyer, Landeszeitung
 

Was für ein Krimi, was für ein atemberaubendes Spiel: Das 83:84 (24:25, 42:41, 59:60) der Rendsburg Twisters in der 1. Basketball-Regionalliga gegen den TSV Neustadt temps Shooters war nichts für schwache Nerven. Und trotz der Heimniederlage im „Wohnzimmer“ Herderhalle dürfte jeder der 223 Fans gespürt haben, was ihm in der Corona-Zeit gefehlt hat.

„Wir waren einen Spielzug entfernt, die Mega-Sensation zu schaffen“, sagte Twisters-Coach Bjarne Homfeldt unmittelbar nach packenden 40 Netto-Minuten: „Natürlich tut es jetzt weh, viele werden enttäuscht sein. Bei mir überwiegt jedoch jetzt schon der Stolz auf die Leistung meiner Jungs.“ Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (42:41) mit wechselnden Führungen zündeten die Twisters Anfang des dritten Viertels den Turbo.

Andrée Michelsson – mit 20 Punkten und zehn Assists überragend – wuchtete den Ball jenseits der Dreierlinie ins Netz, Vincent Dubbeldam löste mit seinem Dunk zum 47:41 einen Jubelsturm auf der Tribüne aus. Als die Rendsburger auf 52:41 davonzogen, schimpfte Neustadt-Coach Lars Buss („Ich glaub, ich spinne. Ich dreh durch.“) vor sich hin: „Manchmal brauchen die Jungs ein paar richtige Ansagen“, schmunzelte der ehemalige Bundesligaprofi nach dem Match. Plötzlich holte der hohe Favorit, der in der Vorwoche ohne Rishi Kakad (19 Punkte) und Fabio Galiano (15) Topfavorit Aschersleben mit 95:90 bezwungen hatte, Punkt um Punkt auf, führte nach einem 12:0-Lauf plötzlich mit 60:57.

Im letzten Viertel begann ein munteres Scheibenschießen, das die Fans von den Sitzen riss. Neustadt lag mit 77:72 vorn, ehe Jakob Menges, Michelsson und Lennard Willer mit jeweiligen Dreiern begeisterten und den Spieß bei einem Zwei-Punkte-Treffer der 2,02-Meter-Kante Brandon McLean zum 81:79 drehten. 48 Sekunden vor Ultimo traf Kakad ebenso dreifach (Homfeldt: „Letztlich hat er uns abgeschossen.“) zum 82:81 für die Gäste. Doch leidenschaftliche Twisters wollten sich einfach nicht geschlagen geben. Die Uhr zeigte noch 26 Sekunden an, als der mit zehn Rebounds überzeugende Henning Rixen den Ball in den Korb legte. Der Sieg war zum Greifen nah, ehe Till Radtke drei Sekunden vor Ablauf der Partie den entscheidenden Wirkungstreffer setzte. Der Rest war Neustädter Jubel und bittere Enttäuschung auf Seiten der Gastgeber. „Neustadt hatte einfach Glück, dass nach ihrem letzten Treffer nur noch drei Sekunden auf der Uhr waren“, sagte Willer, der eine Kampfansage Richtung Siegerteam schickte: „Das Rückspiel ist offen.“ Bitter für die Twisters: Patrick Sopha schied mit Verdacht auf Bänderriss Mitte des Schlussviertels aus. Angefangen hatte der Abend mit einer Gedenkminute für Anke Schleth, die Ende August an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben ist und sich mehr als ein Jahrzehnt für die Twisters engagiert hat. Vorsitzende Antje Mevius fand rührende Worte des Dankes.

 

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