Basketball und Elisa Mevius (BBC Rendsburg) - das ist gegenwärtig unzertrennbar. Basketball das ist für die 13-Jährige im Augenblick (fast) alles. Das ist durchaus verständlich, denn das BBC-Talent hat ein großes Ziel vor Augen. Sie möchte im nächsten Jahr dem zwölfköpfigen Kader U 15 des Deutschen Basketball-Verbandes angehören. Einen ersten wichtigen Schritt hat sie vollzogen - im April 2017 gehörte sie als Jahrgang 2004 zu den 48 Mädchen des Jahrganges 2003 aus ganz Deutschland, die Bundestrainer Stefan Mienack mit seinem Trainerstab in Heidelberg unter die Lupe nahm, um daraus den 12 köpfigen Perspektiv-Kader für die Jugendnationalmannschaft der U 15 im Jahre 2018 zu bilden. „Ich kann im Januar 2018 nochmals am IngDiBa –Turnier teilnehmen“, erzählt Mevius stolz. Die Tür für die Rendsburgerin ist weiter offen. In Heidelberg war sie die einzige Spielerin aus Schleswig-Holstein.

Basketball spielt sie seit ihrem fünftem Lebensjahr. Das war ihr wohl fast in die Wiege gelegt, denn die Eltern Antje und „Leo“ Mevius sind seit Jahren Basketballer. Mutter Antje gar seit 2006 Vereinsvorsitzende und Managerin der Rendsburg Twisters. Tochter Elisa wuchs somit unter dem Basketball-Korb auf. „Von klein auf an war ich mit meinen Eltern immer in der Sporthalle zum Basketball, wenn sie spielten oder Mannschaften trainierten“, beschreibt die Schülerin des Helene-Lange-Gymnasiums ihre bisherige Laufbahn. Da gab es also kein Entrinnen. Doch eines bekennt sie ganz offen - ohne die Eltern wäre sie wahrscheinlich nicht zum Basketball gekommen.
Doch ihre Entscheidung, sich mit großem Engagement dem Basketball zu widmen, bereut sie nicht. Bereits mit acht Jahren spielte sie in der U 10 bei den Jungen und stand hier ihren „Mann“. Heute sind die Spieleinsätze wesentlich umfangreicher. So spielt sie in der U 14 der Mädchen (altersgerecht) und Jungen, der U 16 der Jungen und U 18 der Mädchen. Trotz manchmal sehr großer körperlicher Unterschiede weiß sich die 13-jährige Landesauswahlspielerin auf Grund ihrer guten technischen Fähigkeiten durchzusetzen. Das zeigt sich auch bei der Trefferquote. Sie liegt deutlich über 50 Prozent, bei den älteren etwas weniger. Das Spielen in mehreren Mannschaften schlägt natürlich auch beim Trainingsumfang durch - 7,5 Stunden Team-Training, hinzu kommt Einzeltechnik-Training mit 1,5 Stunden pro Woche.
Trotz ihrer individuellen Klasse sieht sich die Aufbauspielerin als Team-Playerin. Als Bestätigung führt sie dafür an, dass sie bereits zweimal bei Basketball-Camps den „Teamplayer Pokal“ gewann. All ihre Stärken – gutes Dribbling, guter Wurf und gutes Spielverständnis – konnte sie bei der ersten Sichtung nachhaltig den Bundestrainern präsentieren. Das hat den Trainerstab offenbar überzeugt. Ihr wurde aber auch mit auf den Weg gegeben, physischer zu spielen und sich in der Schnelligkeit - besonders in der 1-1 Verteidigung zu verbessern. Das packt sie jetzt an.
Basketball füllt die 1,67 m große Mevius natürlich stark aus. Doch es bleibt auch noch Zeit, um Freunde zu treffen und auch Gitarre-Spielen zu lernen. Auch die Schule fordert ihren Tribut. „Ich bin ziemlich gut organisiert und teile mir die Sachen für die Schule gut ein“, meint die Schülerin, die in der Schule mit einem Notenschnitt von 2,1 auch hier vorn dabei ist. Zukunftsträume hegt sie auch schon - möglichst in einer hohen Liga spielen , am liebsten in den USA. Die Anfänge auf diesen beschwerlichen Weg sind gemacht – alles andere wird sich zeigen, auch das Ziel deutsche U 15 Nationalmannschaft im Jahre 2018.

Bild und Text R. Müller

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