Mit weißer Weste in die Bundesliga: Diese Chance werden wir uns nicht nehmen lassen, verkündete Antje Mevius, Trainerin der Ostsee-Löwen vor einer Woche als ihre Mannschaft mit Rang drei knapp den direkten Aufstieg in die U 16 Jugend-Basketball-Bundesliga verpasste und somit an diesem Wochenende in Rendsburg nachsitzen musste, um sich doch noch für die Jugend-Basketball-Bundesliga (Gruppe Nord) zu qualifizieren. Das gelang in überzeugender Manier, denn die Gastgeber blieben in drei Spielen ungeschlagen. TK Hannover wurde mit 62:46 (16:14/37:23/48:31) besiegt. Gegen BLZ Berlin, das schon am letzten Wochenende mit 64:24 geschlagen wurde, hieß es diesmal gar 92:39. Der USC Magdeburg wurde gar mit 110:41 förmlich überrollt.

"Das war für uns heute kein Nachsitzen. Es war ein weiterer Schritt in der Entwicklung der Mannschaft auch im Hinblick auf die Bundesliga-Saison 2017/18. Doch das hat sich schon im Training angedeutet. Das wir das alles so umgesetzt haben, war in dieser Form nicht unbedingt zu erwarten", bewertete Antje Mevius den glanzvollen Aufstieg in die Bundesliga. Einen besseren Saisonabschluss konnte es nicht geben. "Es ist jetzt aber auch an der Zeit, das wir alle eine Pause einlegen. Der Akku ist ganz schön leer", meinte Mevius.

Baltic-Sea Lions - TK Hannover 62:46 (16:14/37:23/48:31)
Die Ostsee-Löwen fanden mit einem 14:6 (6.) gut in die Partie. Kapitän Gbenga Hansen übernahm viel Verantwortung und drückte mit seinen Aktionen dem Spiel den Stempel auf. Dafür stehen auch seine acht Punkte in sechs Minuten. Den Gästen war schon anzumerken, dass sie verletzungsbedingt auf zwei Stammspieler verzichten mussten. Mit einer Ganzfeldverteidigung verursachten die Ostsee-Löwen bei Hannover immer wieder Ballverluste, die mit guter Quote in Punkte umgesetzt wurden. Hannover hielt sich nur durch Freiwürfe im Spiel, so dass das Team nach dem ersten Viertel (16:14) nur mit zwei Punkten zurücklag.
Im zweiten Viertel war Hannover nicht mehr in der Lage, die Ostsee-Löwen zu bändigen. Angetrieben vom weiter stark aufspielenden Gbenga Hansen legten die Gastgeber einen 17:5 Lauf hin und konnten sich auf 33:19 (17.) entscheidend absetzen. Die Basis war weiterhin eine gute Abwehrarbeit und die Größenvorteile unter dem eigenen und gegnerischen Brett. Hier ragte besonders Johannes Greve heraus. "Er hat heute sein bestes Spiel bei uns hingelegt und war im Abschluss sehr stabil", gab es Lob von Trainerin Antje Mevius, die auch in dieser Aufstiegsrunde von Twisters-Trainer Bjarne Homfeldt unterstützt wurde.
In der zweiten Halbzeit gönnte Mevius Kapitän Gbenga Hansen, der in der ersten Halbzeit 18 Minuten spielte, eine Pause und gab dafür Tim Schlegel mehr Spielanteile. Dabei ist es ihm fast nahtlos gelungen, den Kapitän in Sachen Spielaufbau und Anspiele fast gleichwertig zu ersetzen. Hansen wurde auch im Hinblick auf die noch weiteren zwei Spiele geschont.

Baltic-Sea Lions: Zernitz (4), Abdualev (2), Mohr (2), Haller (2), Hansen (18), Dubbeldam (6), Mossi, Greve (11), Skorsch (15), Okori, Dinger, Schlegel (2)

Baltic-Sea Lions - BLZ Berlin 92:39(26:4/49:8/74:22)
Auch in dieser Qualifikationsrunde wurden die Berliner ein Opfer der Ostsee-Löwen. Bis zum 4:4 (3.) hielten die Berliner noch mit, dann legten die Gastgeber einen 22:0 Lauf hin und zogen auf 26:4 davon. Das war auch ein Ergebnis der guten Ganzfeldverteidigung. Das behagte Berlin überhaupt nicht.
Im dritten und Viertel wurde das Ergebnis nur noch verwaltet. Da stellte Mevius um auf Halbfeldabwehr. Das bereitete den Berlinern nicht so große Probleme. Auch ließ Mevius mehr rotieren, damit möglichst viele Spieler spielen konnten. "Als Mannschaft haben wir sehr gut harmoniert und unser bestes Spiel gezeigt. Erfreulich, dass fast alle Spieler gepunktet haben", meinte Mevius.

Baltic Sea Lions: Zernitz (4), Abdualev (2), Weczerek (6), Mohr, Hansen (10), Dubbeldam (11) Mossi (7), Greve (12), Skorsch (12 /1 Dreier), Dinger (13/2 Dreier), Schlegel (8)

USC Magdeburg - Baltic Sea Lions 41:110 (12:29/19:48/25:76)
"Wir waren den Gästen auf allen Positionen überlegen und das kommt auch im Ergebnis zum Ausdruck. Für uns war das ein schöner Abschluss", meinte Trainerin Antje Mevius die auch in diesem Spiel wieder rotieren ließ, um auf diesem Wege den Leistungsstand der nachrückenden Spieler zu testen.

Baltic Sea Lions: Zernitz (2), Weczerek (7), Mohr (4), Haller (6), Hansen (13), Dubbeldam (24), Mossi, Greve (22), Skorsch (16), Okori (12), Dingeer, Schlegel (4)

Bild und Text: Rüdiger Müller - Landeszeitung

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